Gestern bei der Putenmast

Was soll ich sagen, beim gestrigen „Sonntagsausflug“ kam ich leider nicht umhin, an einem Putenmastbetrieb vorbei zu fahren. Nun kennen wir ja sicherlich alle die Geschichten, unter welch unwürdigen Bedingungen diese Tiere aufgezüchtet werden. Doch wenn man diese Tiere und den Betrieb mal live erlebt hat, dann ist das doch wahrlich die Begegnung der „dritten Art“, verglichen mit den um Gegensatz harmlos erscheinenden Horrorgeschichten.

Die grauenhaften Zustände in der PutenmastLeider kam ich nicht dazu, ein Foto von den Missständen zu machen, weshalb ich an dieser Stelle beispielhaft eine Fotografie von peta verwenden möchte.

Im Grunde handelte es sich um drei gleichgroße Stallungen, welche Überdacht, jedoch an der Seite teilweise offen waren. Die Wände waren nur ca. 1 Meter hoch, der Rest war mit Netzen bis zum Dach bespannt. Somit hatte man (leider) einen guten Einblick und konnte hautnah erleben, welche Bedingungen dort herrschen. Und ich muss zugeben, es war erschreckend. Die Tiere waren dermaßen eingepfercht, dass sie sich kaum rühren konnten. An der Decke waren Sprenkler angebracht, über welche vermutlich zu einer festgeschriebenen Zeit das Futter über die Masse an Tieren verteilt wird. Die Tiere selbst haben kaum die Möglichkeit, sich umzudrehen, geschweige denn sich zu bewegen. Lediglich ein paar wenige haben es geschafft auf die 1 Meter hohe Mauer zu kommen um wenigstens etwas Luftzufuhr erhalten zu können. Das ist aber auch schon das einzig Angenehme in deren Leben.

Wer diese Zustände live erlebt hat, der wird es sicherlich nicht mehr über das Herz bringen, ein wässriges Putenschnitzel im Vakuumpack zu kaufen. Zumindest nicht, solange er über ein Gewissen verfügt.

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