Warum Vegetarier?

Warum sollte man sich für vegetarische Ernährung interessieren und auf den Fleischkonsum verzichten? Gründe mag es viele geben, von gesundheitsbewusster Ernährung ist manchmal die Rede. Ein Grund, und dies ist eben auch mein Grund, ist der Umgang mit Tieren in den unzähligen Mast- und Schlachtbetrieben. Wer noch immer der Überzeugung ist, dass das Putenschnitzel aus der Kühltheke stammt, der sollte sich mal folgenden Ausschnitt eines Berichts der TAZ vor Augen halten, worin der Zustand in einem Putenmastbetrieb beschrieben wird:

Es sind herzzerreißende Bilder von kotverklebten Großvögeln. Manche, so wirkts, versuchen trotz zugeschwollener Augen, mühsam die unverhofften Besucher zu erkennen. Dabei torkeln sie über einen Boden, dessen Einstreu sich lange schon in eine matschige Pampe verwandelt hat, und auf dem einige ihrer Artgenossen verendet sind. Eins der verwesenden Tiere wird von einer Hand mit Schutzhandschuh in die Kamera gehalten.

Noch deutlicher wird es, wenn man folgenden Ausschnitt des Berichts betrachtet:

Im Dezember diskutierte der Agrarausschuss des niedersächsischen Landtags eine Studie der Uni Leipzig zur Putenmast. Doch das war am Tag des Rücktritts von Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU). Da gingen die Ergebnisse unter. Öffentlichkeit verdient hätten sie: Untersucht worden sind 16.200 “Schlachttierkörper” von 18 deutschen, darunter sechs niedersächsischen Betrieben. Schlachttierkörper heißt: handelsübliche Puten.
Deren Fußballen waren immer, zu 100 Prozent, entzündet. Außerdem entdeckt wurden Knochenbrüche, krankhafte Brusthautveränderungen, Wassergeschwulste, Abszesse und – selten – eitrige Schleimbeutelentzündungen.

Und dies ist leider Gottes die absolute Normalität. Die Fleischindustrie ist ein Wirtschaftszweig, wo Profite und der Gewinnzuwachs im Vordergrund stehen, niemals jedoch eine artgerechte Haltung oder ein ethischer Umgang mit den „Lebensmittellieferanten“.

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